Wie entwickelt man eine Story für die Medien?

Wir beantworten folgende Fragen:

  • Welche Storys wollen die Medien hören?
  • Wie schreibe ich eine Pressemitteilung?
  • Wie komme ich an die wichtigen Journalisten ran?
  • Wie kontaktiere ich diese, damit sie meine Geschichte auch lesen?

Viele junge Unternehmen haben das Problem, dass sie anfangs sehr unbekannt sind und vielleicht eine klasse Idee und Umsetzung haben, aber niemand weiß davon.
Ein Zeitungsartikel kann Abhilfe schaffen und das Sprungbrett für den Erfolg eines Startups sein. Doch wo anfangen?

An diesem Punkt standen wir auch. Martin hatte sein Designerlabel MK gegründet und Marco wollte mit Kursempfehlung.de durchstarten. Hunderte Stunden Arbeit waren investiert. Alles war fertig, der Online-Shop und die Webseite stand.

Doch das Wichtigste fehlte: Besucher und Kunden.

Also was tun?

Wir gründeten diese Webseite. Über Rising Startups kamen wir mit vielen erfahrenen Unternehmern in Kontakt.

So auch mit Bea von washabich.de. Das gemeinnützige Unternehmen schaffte den Sprung durch zahlreiche Zeitungsartikel und andere Beiträge in den Medien.
Also die perfekte Ansprechpartnerin für den Aufbau einer Story oder Pressemitteilung.
Hier ihre Geheimtipps, wie man mit den Medien umgeht und viral geht.

Basics:
Die Medien verdienen durch informative und unterhaltsame Artikel ihr Geld. Aber woher kommt das Geld? Vom Leser. Also schreiben sie genau über das, was der Leser wissen will.
Das heißt ihr müsst nicht nur eine spannende Story entwickeln, sondern diese auch auf eure Zielgruppe abstimmen.

Also wie lautet die Schritt für Schritt Anleitung?

1. Story entwickeln
2. Material bereitstellen (Pressemitteilung, Bilder)
3. Recherche der richtigen Kontakte (Journalisten, Blogger)
4. Influencer und Journalisten kontaktieren

Wie geht man praktisch vor?

Schritt 1: Story entwerfen

Einige Ansätze, woraus man gute Geschichten entwickeln kann:

  • Erfolgsgeschichte
  • Gründer-Storys, Hintergrund
  • Lokalität
  • Aktualität, Event

Bittet eventuell auch nahestehende Freunde, Familie oder Geschäftspartner um Rat. Diese haben meist einen komplett anderen Blickwinkel und bringen euch auf komplett neue Ideen.

Schritt 2: Material heraussuchen und aufbereiten

Vor allem professionelles Bildmaterial kann sehr wertvoll sein. Es hebt euch von der Konkurrenz ab. Deshalb wäre es sinnvoll, ein Shooting mit Bezug auf die entwickelte Story zu machen.
Außerdem ist es hilfreich die wichtigsten Informationen und Fakten über das Unternehmen in einem kurzen Absatz zusammenzufassen. Redakteure haben wenig Zeit. Wenn man ihnen innerhalb von einer Minute einen guten Überblick verschaffen kann, sind sie sehr dankbar dafür.

Schritt 3: Zielgruppenrelevante Medien recherchieren

Jetzt müsst ihr herausfinden, welche Medien sie konsumieren. Wo ist die Aufmerksamkeit eures idealen Kunden/Nutzers? In diesem Artikel fokussieren wir uns auf die „traditionellen Print-/Schriftmedien“.
Also welche Blogs, Magazine oder Zeitungen beschäftigen sich mit eurer Thematik?
Schaut auch nach Zeitungen und Blogs in eurer Umgebung, denn so könnt ihr noch den Vorteil der Lokalität nutzen.
Ihr müsst selbst entscheiden, wie viele Kontakte ihr raussucht. Ein weiterer Tipp ist, dass ihr einfach Freunde, Bekannte und Geschäftspartner in der selben Branche fragt, ob sie einen Redakteur oder Blogger kennen. Hier läuft auch viel über persönliche Kontakte und Empfehlungen.

Schritt 4: Kontaktphase/Publishing

Der wichtigste Step: Den Journalisten oder Blogger so kontaktieren, dass er auch interessiert an euch ist.

Auf welchem Weg sollte man mit den Reportern in Verbindung treten?

Am gängigsten ist es, eine Mail zu schreiben. Wenn man eine etwas persönlichere und schnellere Auskunft haben will, kann man auch bei der Zeitung/Zeitschrift anrufen und nach dem zuständigen Redakteur fragen.
Eine Möglichkeit den Journalisten auf einer ganz anderen Ebene zu erreiche ist Twitter, Linked-in, Xing oder Facebook. Einige Journalisten pflegen dort Profile und so tritt man nochmal ganz anders mit den Personen in Kontakt.

Bevor ihr sie wirklich anschreibt, versetzt euch in die Lage eures Gegenübers:

  • Er/Sie hat wahnsinnig viel zu tun und leidet häufig unter Stress und Zeitmangel.
  • Er/Sie sucht informative, mitreißende und interessante Beiträge zu eurer Thematik.
  • Er/Sie bekommt täglich mehrere Anfragen, häufig auch Werbung/Spam.
  • Er/Sie ist ein Mensch wie du und ich.

Macht es den Leuten also so einfach wie möglich. Schreibt kurze und knackige Nachrichten mit den Fakten und Infos. Reagiert schnell bei Rückfragen und seid zuverlässig. Ihr wollt etwas von den Journalisten, also seid freundlich.

Das wichtigste ist: Bleibt transparent und authentisch.
Der Redakteur hat wahrscheinlich viel Erfahrung und kann sehr schnell beurteilen, ob ihr ihm etwas verkaufen wollt, was ihr nicht seid. Also bleibt ehrlich und schreibt einfach eure Story so, wie ihr sie einem Bekannten erzählen würdet.

Sendet nicht sofort eure komplette Pressemitteilung nach dem Motto „Hey, veröffentliche das bitte!“, sondern vielleicht einen Link dazu. Auch auf Bildmaterial könnt ihr so hinweisen.

Letztendlich geht es darum Interesse zu entwickeln. Seid kreativ und probiert mal was Neues aus. Am Ende müsst ihr hartnäckig bleiben. Der Journalist antwortet nicht? Nervt nicht, aber nach einer Woche kann man mal nachfragen. Ruft die Leute an. Auf unsere Emails haben vielleicht 5% geantwortet. Durch Telefonate konnten wir viel bessere Erfolge verzeichnen.

Wir hoffen, dieser Artikel hilft euch weiter und ihr schafft es in die Medien.
Versucht es auf jeden Fall. Denn es kann ein riesiger Boost für euer Startup sein.
Schreibt uns eure Erfahrungen und Erfolge.

Marco und Martin
Rising Startups